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RatgeberPC & Notebook4 Minuten Lesezeit

PC langsam? Was wir prüfen — und warum es meist die Festplatte ist

Ein langsamer Rechner ist selten alt, sondern meistens falsch ausgestattet. Was wir messen, was wir austauschen und warum ein fünf Jahre altes Gerät danach schneller sein kann als ein neues vom Discounter.

Der häufigste Satz, den wir hören: „Der ist halt alt.“ Der zweithäufigste: „Da muss wohl ein neuer her.“ Beides stimmt in den meisten Fällen nicht. Ein Rechner, der 2019 flott war, ist technisch heute derselbe — nur das, was er tun soll, ist mehr geworden. Und ein Bauteil bremst fast immer: die Festplatte.

Was wir als Erstes messen

Bevor wir irgendetwas austauschen, messen wir drei Dinge: Wie schnell liest und schreibt die Festplatte? Wie voll ist der Arbeitsspeicher, wenn Sie normal arbeiten? Und wie warm wird der Prozessor unter Last? Diese drei Werte erklären neun von zehn langsamen Rechnern.

Eine klassische Festplatte mit drehenden Scheiben schafft 80 bis 120 Megabyte pro Sekunde. Eine SSD schafft 500 bis 3.500. Windows, Programme und Browser lesen beim Start tausende kleine Dateien — genau das, worin die alte Technik am langsamsten ist. Deshalb dauert der Start drei Minuten statt zwanzig Sekunden.

Was eine SSD wirklich bringt

Wir bauen die SSD ein, ziehen das bestehende System samt Daten, Programmen und Einstellungen um und testen. Sie bekommen denselben Rechner zurück, aber er startet in Sekunden, Programme öffnen sofort, und das Rödeln beim Speichern ist weg. Bei Geräten bis etwa acht Jahre ist das fast immer die richtige Entscheidung. Für 89 € Arbeitslohn plus eine SSD für 30 bis 60 €.

Was eine SSD nicht bringt: Wenn der Arbeitsspeicher voll ist, weil 30 Browser-Tabs offen sind, hilft die schnellste Festplatte nicht. Dann ist Arbeitsspeicher dran — für 49 € eingebaut, Modul ab 25 €.

Wenn es doch das Alter ist

Es gibt Fälle, in denen wir abraten: Prozessoren vor 2012, Geräte ohne SATA-Anschluss, Notebooks mit verlötetem Arbeitsspeicher von 4 GB. Das sagen wir nach der Diagnose — und Sie zahlen dann nur die 39 € dafür. Lieber ein ehrliches Nein als eine Reparatur, die ein Jahr hält.

Unser Rat

Bringen Sie den Rechner vorbei oder rufen Sie an. Die Diagnose kostet 39 € und wird bei Auftrag angerechnet — und in den meisten Fällen fahren Sie mit einem schnellen Gerät nach Hause statt mit einem neuen.

Ehrlich gesagt

Selbst machen oder Fachmann?

Das können Sie selbst
  • Autostart aufräumen: Task-Manager öffnen, Reiter „Autostart“, alles deaktivieren, was Sie nicht beim Start brauchen
  • Festplatte prüfen: Speicher voll ab 90 % wird langsam — Downloads und Papierkorb leeren
  • Staub aus den Lüftungsschlitzen blasen, Gerät nicht auf dem Bett betreiben
Das gehört in die Werkstatt
  • SSD-Einbau mit Systemumzug — ohne Umzug fangen Sie mit allen Programmen bei null an
  • Wärmeleitpaste erneuern, wenn das Gerät heiß wird und drosselt
  • Alles, was im Notebook steckt: Zerlegen braucht Übung und das richtige Werkzeug

Rufen Sie an oder schreiben Sie.

Erstgespräch und Kostenschätzung kosten nichts. Wir melden uns am selben Werktag zurück.